Sonntag, 20. Juli 2008

Gravitationszentren menschlichen Verhaltens

DSC05639Der Mensch ist bekanntermaßen ein Herdentier. Das heißt, als soziales Wesen orientiert er sein Handeln am Verhalten seiner Mitmenschen. Das kann mitunter zur kollektiven Legitimation individuellen Fehlverhaltens führen. Welcher "kritischen Maße" an kumulierten Einzelhandlungen bedarf es, um eine sich selbst fortsetzende Kettenhandlung auszulösen? Also: wieviele Einzelakteure müssen "drauf scheißen" und ihren Müll hier abladen, bis ein Gravitationszentrum entsteht, das die Hemmschwelle für Folgehandlungen herabsetzt?






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Freitag, 18. Juli 2008

Die westliche Aneignung der Afrikanischen Kunst.

Meine Magisterarbeit ist nun online einzusehen.

Dienstag, 15. Juli 2008

Boat People

Boat-People1
Jeden Tag kommen aus dem Süden Menschen auf einfachen zusammengezimmerten Floßen über die Fluten der Isar in unsere Stadt. Die Angst vor der ungewissen Zukunft, und das leere Gefühl, ihre Heimat und Identität mit Besteigen des Floßes verloren zu haben, treibt die meisten von ihnen in die Zuflucht des Alkohols und des besinnungslosen, kollektiven Rausches.

Montag, 14. Juli 2008

Secret Doors of Perception

geheime türen der stadt Wo führt diese Türe hin? Und hat sie etwas mit dem antennenartigen Gebilde auf dem Dach der Litfaßsäule zu tun? Auf der Sonnenstrasse in München.

Montag, 7. Juli 2008

Buddha goes Shopping

enjoy your lifeBuddha 3
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Im Rahmen meines allgemeinen Interesses für Prozesse der kulturellen Aneignung, in deren Verlauf fremde Dinge oder Ideen umgedeutet und mit den eigenen kulturellen Bedeutungen ihres neuen gesellschaftlichen Umfelds versehen werden, sammel ich seit einiger Zeit Bilder von Buddha-Statuen, die in der Münchner Innenstadt Schaufenster und Verkaufsräume zieren. Interessant, dass ein fernöstliches Symbol der Religiosität in unserer Gesellschaft als Werbemittel verwendet wird. Warum nicht der Davidsstern oder das Kruzifix? Was assoziieren wie mit Buddhismus allgemein? Und was assoziieren wir mit Buddhismus im Zusammenhang mit Konsum - meditativen Konsum? Oder besser: Konsum statt Meditation? Hier nur zwei Beispiele.

Sonntag, 6. Juli 2008

Verbot des Verbotenen

Punkt 6: es ist verboten Dinge zu tun, die verboten sind. Vielen Dank für den Hinweis. Aufzug in Untergiesing.Es ist verboten Dinge zu tun, die verboten sind. Danke.

Samstag, 5. Juli 2008

Original und Fälschung

OriginalFälschung


































In der Münchner Fußgängerzone. Die Füße sind echt, in beiden Fällen.

Freitag, 4. Juli 2008

Straßeneckenethnologie

In Vorbereitung meines Forschungsantrags für die BIGSAS und auf Anraten von Kurt Beck hab ich meine Nase in William Foote Whytes „Street Corner Society“ gesteckt, und darin eine sehr amüsante und spannende Lektüre gefunden. Whyte beschreibt die informelle Organisation eines italienischen Einwandererviertels in Boston in den Jahren 1937-1939. Das amüsante daran ist der Wiedererkennungswert, den die Verstrickungen aus italienischem Familiengeklüngel, illegalem Glücksspiel und Alkoholschmuggel, Politik und Patron-Klient-Beziehungen haben, wenn man an bekannte italo-amerikanische Mafia-Filme denkt. War da etwa Whytes Monographie „Der Pate“? Huahaha.
Sehr spannend: im Anhang schildert Whyte die Entstehung des Buches, inklusive seiner anfänglichen Schwierigkeiten im Feld. Ein für alle feldforschungsambitionierten Ethnologen lesenswertes „Making Of Street Corner Society“.
Lieblingszitat: „Manchmal überlegte ich, ob dieses simple Herumhängen an der Straßenecke ein hinreichend aktiver Vorgang war, um des Begriffs „Forschung“ würdig zu sein. Vielleicht sollte ich diesen Männern Fragen stellen. Trotzdem muß man nicht nur lernen, was man fragen soll, man hat auch zu lernen, wann Fragen angebracht sind und wann nicht“ (S. 304).


Whyte, William Foote (1996): Die Street Corner Society. Die Sozialstruktur eines Italienerviertels. Nach der 3., durchgesehenen und erweiterten Auflage aus dem Jahre 1981 übersetzt von Reinhard Blomert und Joachim Kalka. Mit einer Einführung von Peter Atteslander. Berlin, New York: Walter de Gruyter Verlag.

lekke

culture is ordinary

karibu!

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lekke - 20. Jul, 14:43
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Zuletzt aktualisiert: 21. Jul, 12:21

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